Wir sind
GTÜ Vertragspartner
| News

Rost am Unterboden: Warum Sie Hinweise im HU-Bericht niemals ignorieren sollten

Ein aktuelles Beispiel aus unserer Prüfhalle zeigt, wie gefährlich Rost an tragenden Teilen werden kann. Dieses Foto zeigt die 10 Jahre alte Vorderachse eines Ford – komplett durchgerostet.

Bei der Hauptuntersuchung (HU)meist als TÜV bekannt, werfen wir einen genauen Blick auf die Fahrzeugunterseite. Dabei sehen wir immer wieder Achskörper, die stark vom Rost gezeichnet sind. Viele Autofahrer sind sich der Gefahr nicht bewusst, da dieser Bereich im Alltag unsichtbar bleibt. Doch die Vorderachse fängt extreme Kräfte ab. Ist das Material durchgerostet, droht im schlimmsten Fall ein plötzlicher Bruch während der Fahrt – mit fatalen Folgen für die Lenkfähigkeit.

Vom „Hinweis“ zum „erheblichen Mangel“

Häufig beginnt das Problem schleichend. Finden wir bei der Untersuchung beginnenden Rost, der die Stabilität noch nicht akut gefährdet, vermerken wir dies als Hinweis im HU-Bericht (z. B. „Achskörper OBERFLÄCHLICH KORRODIERT“). Das Fahrzeug kann die Plakette in diesem Moment noch erhalten.

Wichtig zu wissen: Ein solcher Hinweis ist kein Freifahrtschein zum Abwarten, sondern eine frühzeitige Warnung! Durch Feuchtigkeit und Streusalz schreitet der Rost schnell voran. Bei folgenden Untersuchungen kann aus dem Hinweis ein erheblicher Mangel werden. Die Konsequenz: Die Plakette wird verweigert, das Bauteil muss aufwendig und teuer getauscht werden.

Unser Rat für Ihre Sicherheit:

Prüfberichte aufmerksam lesen: Nehmen Sie auch scheinbar kleine Hinweise oder „geringe Mängel“ ernst.

Rechtzeitig handeln: Lassen Sie beanstandete Stellen zeitnah in einer Fachwerkstatt begutachten. Oft kann beginnender Rost dort noch kostengünstig gestoppt und konserviert werden, bevor das Metall durchbricht.

Vorsorge treffen: Nutzen Sie vor allem bei älteren Fahrzeugen die Gelegenheit, bei einem Werkstattaufenthalt oder dem Reifenwechsel einen Blick auf den Unterboden werfen zu lassen.